Kurze Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf einer elektrischen Reibe am häufigsten gestellt werden – von den Grundlagen über die Aufsätze und die Bedienung bis zur Reinigung. Bezieht sich eine Antwort auf ein bestimmtes Gerät, nennt sie ihre Quelle: Datenblatt, Herstellerangabe oder ausgewertete Kundenrezensionen. Über die Schaltflächen lässt sich nach Themenbereich filtern.
Eine Multireibe ist eine elektrische Küchenreibe mit wechselbaren Aufsätzen. Ein Motor treibt die Trommel oder die Reibscheibe an, Sie führen die Zutaten nur noch über den Einfüllschacht nach und drücken sie mit dem Stopfer hinunter. Je nach Aufsatz raspelt, hobelt oder schneidet dasselbe Gerät – wie viele Aufsätze dabei sind, unterscheidet die Geräte am deutlichsten.
Eine Multireibe reibt, raspelt und hobelt – mehr nicht. Eine Küchenmaschine rührt und knetet zusätzlich und braucht dafür deutlich mehr Platz auf der Arbeitsfläche, ein Zerkleinerer arbeitet mit rotierenden Messern in einem Topf und liefert ein anderes Ergebnis. Wer ohnehin nur reiben will, bekommt mit der Multireibe das kleinere Gerät mit weniger Einzelteilen; wer Teig kneten möchte, ist mit ihr falsch beraten.
Bei einer Trommelreibe sitzt die Reibfläche auf einer liegenden Walze, die das Reibgut nach vorn auswirft; gewechselt wird die ganze Trommel. Eine Scheibenreibe arbeitet stattdessen mit flachen, rotierenden Klingenscheiben, die als Einsätze getauscht werden. Beide Bauarten stehen in diesem Vergleich, und über den Filter „Bauart“ auf der Vergleichsseite lässt sich die Tabelle darauf eingrenzen.
Das hängt an der Menge. Für eine Handvoll Parmesan über die Pasta ist die Handreibe schneller, weil Aufbau und Reinigung entfallen. Sobald regelmäßig größere Mengen anfallen – Kartoffeln für Reibekuchen, Kohl zum Einlegen, Käse für den Auflauf –, kehrt sich das um: In mehreren Rezensionen wird der Zeitgewinn gegenüber dem Reiben von Hand als deutlicher Vorteil beschrieben. Wer beim Reiben Handkraft sparen möchte, bekommt zudem ein Gerät, das das Drücken und Drehen übernimmt. Ausführlich steht die Rechnung im Ratgeber Multireibe oder Handreibe.
Das richtet sich danach, was auf den Tisch kommt. Für Käse genügen zwei Aufsätze – ein feiner für Hartkäse, ein gröberer für Gratin und Auflauf –, für Reibekuchen braucht es zusätzlich einen eigenen Kartoffelaufsatz, für Salate kommen Hobel- und Julienne-Aufsatz dazu. Die Geräte in diesem Vergleich reichen laut Herstellerangaben von drei bis sechs Wechselaufsätzen – wer nur Käse reibt, bezahlt die übrigen mit, ohne sie zu benutzen. Welcher Aufsatz zu welcher Zutat gehört, steht im Ratgeber Aufsätze und Trommeln.
In diesem Vergleich steht kein Akku-Gerät, und das hat einen Grund. Bei den kabellosen Modellen, deren Rezensionen wir für die Auswahl ausgewertet haben, blieb bei einem Gerät die tatsächlich erreichte Menge je Ladung laut einer Rezension deutlich hinter der Herstellerangabe von rund einem Kilogramm Käse zurück, während zu einem baugleichen Modell derselben Marke auch positive Erfahrungen zur Akkulaufzeit vorliegen – das Bild ist uneinheitlich. Bei einem weiteren Gerät fehlte eine Kapazitätsangabe ganz, dafür lagen Rezensionen über vollständige Ausfälle nach kurzer Nutzung vor. Solange kein Gerät dieser Bauart die Angaben verlässlich bestätigt, empfehlen wir für regelmäßiges Reiben ein Gerät mit Kabel – am Esstisch mag der Akku bequem sein, an der Arbeitsplatte ist die Steckdose ohnehin meist in Reichweite. Was gegen den Akkubetrieb spricht, steht ausführlich im Ratgeber Multireibe oder Handreibe.
Zur Nachkaufbarkeit einzelner Trommeln machen die Datenblätter und Bulletpoints der Geräte in diesem Vergleich keine Angabe. Aus den Rezensionen lässt sich nur wenig ablesen: Eine Rezension zu einem Gerät in diesem Vergleich lobt, dass der Hersteller über die eigene Website Ersatzteile anbietet, ohne Trommeln konkret zu nennen; eine Rezension zu einem anderen Gerät berichtet von einem Ersatz-Schneidmesser, das 2,50 € kostet, mit Versand aber auf fast 10 € kommt. Fragen Sie im Zweifel vor dem Kauf beim Hersteller nach und bewahren Sie Modellbezeichnung und Kaufbeleg auf. Mehr dazu im Ratgeber Aufsätze und Trommeln.
Für fünf der sieben Geräte in diesem Vergleich liegt laut Hersteller eine Wattangabe vor, zwischen 80 und 200 Watt; für zwei Geräte macht der Hersteller dazu keine Angabe. Für Käse, Karotten und Zucchini reichen 80 Watt aus; eine Rezension zu einem 80-Watt-Gerät wünscht sich allerdings mehr Tempo. Für Hartkäse in größeren Mengen und für festes Wurzelgemüse sind die stärkeren Motoren im Vorteil. Die Wattzahl allein sagt aber wenig – wie gut ein Gerät arbeitet, hängt ebenso am Aufsatz und an der Breite des Einfüllschachts.
Angaben zur Lautstärke machen die Hersteller in dieser Geräteklasse nicht, die Unterschiede sind aber deutlich. In den ausgewerteten Rezensionen reicht die Spanne von „leiser als ein Handmixer“ über ein Betriebsgeräusch, bei dem eine Unterhaltung nebenbei möglich bleibt, bis zu mehreren Rezensionen, die den Betrieb eines Geräts ausdrücklich als laut beschreiben. Wenn Sie darauf empfindlich reagieren, lesen Sie Vorteile und Nachteile auf der jeweiligen Produktseite.
Er verhindert, dass der Motor läuft, während das Gerät nicht richtig zusammengesetzt ist oder sich Ihre Hand in der Nähe der Klingen befindet. Die Umsetzungen unterscheiden sich: Zwei Geräte im Vergleich laufen laut Hersteller nur, solange der Stopfer im Einfüllschacht steckt – beim einen stoppt die Trommel, sobald er herausgezogen wird, beim anderen startet der Motor ohne erkannten Stößel gar nicht; ein drittes Gerät startet erst nach drei Sekunden Verzögerung. Achten Sie darauf, ob die Funktion in den Herstellerangaben konkret beschrieben ist und nicht nur als Schlagwort im Angebotstitel steht – bei einem Gerät im Vergleich wirbt der Hersteller mit einem Aufbau ohne Klingenkontakt, ohne dass die vorliegenden Rezensionen das bestätigen.
Ja, Hartkäse ist die häufigste Anwendung – nur liefert nicht jedes Gerät ein feines Ergebnis. Für Geräte mit eigenem Parmesanaufsatz beschreiben mehrere Rezensionen das Ergebnis als gleichmäßig; bei einem anderen Gerät fällt Parmesan laut einer Rezension eher grob aus. Entscheidend ist damit weniger die Bauart als der feinste mitgelieferte Aufsatz.
Nur mit dem passenden Aufsatz. Mehrere Geräte in diesem Vergleich bringen laut Hersteller einen eigenen Kartoffel- oder groben Reibaufsatz mit, andere decken laut Hersteller ausdrücklich nur Käse und Gemüse ab. Für festkochende Kartoffeln beschreibt eine Rezension das Ergebnis als gleichmäßig geraspelt. Über den Filter „Wofür“ auf der Vergleichsseite lässt sich die Tabelle auf die Geräte mit Kartoffel-Eignung eingrenzen.
Raspeln ja, mahlen nein – eine Reibe zerkleinert, sie pulverisiert nicht. Drei Geräte in diesem Vergleich nennen Nüsse und Schokolade laut Hersteller ausdrücklich als Anwendung; für eines davon bestätigt eine Rezension zusätzlich den Dauereinsatz mit Parmesan, Gemüse und Nüssen ohne Probleme. Ein viertes Gerät führt laut Hersteller Nüsse, aber nicht Schokolade, als Anwendung. Den übrigen Geräten fehlt ein eigener Nussaufsatz; für harte Nüsse ist eines davon laut einer Rezension ungeeignet, weil beim Reiben Stücke aus dem Auswurfschacht fliegen.
Bei einem Teil der Geräte ja. Mehrere Geräte in diesem Vergleich haben laut den ausgewerteten Rezensionen keine Dauerlauf-Taste: Der Einschalter muss gedrückt bleiben, während die andere Hand den Stopfer führt – bei größeren Mengen bindet das beide Hände. Ein anderes Gerät wird laut Hersteller über ein Soft-Touch-Bedienfeld mit fünf Stufen gesteuert. Wenn Sie wenig Handkraft aufwenden möchten, ist das der wichtigere Unterschied als die Wattzahl. Die mechanischen Unterschiede sammelt der Ratgeber Reiben mit wenig Kraftaufwand.
Die Datenblätter nennen das Gewicht nur selten; für ein Gerät in diesem Vergleich gibt der Hersteller 1,52 kg an. Leicht ist dabei nicht automatisch besser: Zu einem leichten Kunststoffgehäuse ohne Saugfüße berichtet eine Rezension, das Gerät müsse beim Reiben mit der Hand festgehalten werden. Wenn Sie das Gerät mit einer Hand aufstellen möchten, achten Sie eher auf Standfläche und Saugfüße als auf die Kilogramm.
Zuerst den Stecker ziehen, dann den Aufsatz abnehmen und die eingeklemmten Reste entfernen – nie bei laufendem Motor nachfassen. Verstopfungen treten laut den ausgewerteten Rezensionen vor allem bei stückigem Gemüse wie Pilzen, Blumenkohl oder Zwiebeln auf; in einem Fall ließ sich das Gerät erst nach dem Zerlegen von Trommel und Kunststoffteilen wieder benutzen. Vorbeugen lässt sich mit kleineren Stücken und gleichmäßigem, nicht zu festem Nachdrücken.
Das unterscheidet sich je Gerät, maßgeblich ist die Herstellerangabe. Für ein Gerät in diesem Vergleich sind die Einsätze laut Hersteller spülmaschinengeeignet; bei einem anderen berichtet eine Rezension ausdrücklich, die Teile gehörten nicht in die Maschine – vorgesehen ist dort warmes Seifenwasser. Unabhängig davon beschreiben mehrere Rezensionen die Handwäsche als schnell, weil sich Aufsatz und Einfüllschacht mit einer Drehung abnehmen lassen. Was gegen festsitzende Reste hilft, steht im Ratgeber Multireibe reinigen.
Nein. Abnehmbar sind laut Herstellerangaben je nach Gerät Aufsätze, Einfüllschacht, Stopfer und Auffangschale – das Motorteil enthält den Antrieb und wird lediglich feucht abgewischt. Legen Sie es auch nicht in Wasser ein und ziehen Sie vorher den Stecker.
Am besten gleich nach dem Reiben, solange nichts angetrocknet ist. Mehreren Geräten in diesem Vergleich liegt laut Hersteller eine kleine Reinigungsbürste bei; eine Rezension nennt sie ausdrücklich hilfreich für die Klingen. Eine andere Rezension berichtet, Käsereste setzten sich unter dem Reibeeinsatz fest und blieben dort hängen – dann hilft nur, den Einsatz herauszunehmen und ihn einzeln zu säubern.